Über mich

ich heiße Karin Münzer und stecke hinter Runa Rotfuchs. Wenn Sie mehr über mich erfahren möchten, sind Sie auf dieser Seite genau richtig.

 

Mein Beruf ist Meisterin im Maßschneiderhandwerk, aber eigentlich trifft es das nicht. Es ist eine Leidenschaft, eine Herzensangelegenheit, mit der ich mich und gleichzeitig viele andere glücklich mache.

Gelernt habe ich dieses Handwerk von der Pike auf, was gar nicht so selbstverständlich war. Nach dem Abitur, war für die meisten klar, wie es für mich weiter gehen sollte: nämlich an der Uni. Die entsprechenden Noten hatte ich, allein mein Herz sagte etwas anderes. Dabei sprach so vieles gegen eine Ausbildung zur Maßschneiderin, sind doch die betrieblichen Ausbildungsplätze rar und die finanziellen Aussichten mehr als bescheiden. Trotzdem folgte ich meinem Traum, zog von Freiburg nach Darmstadt und lernte im Modeatelier Maren Daller, wo ich von der Hobbyschneiderin zur Maßschneiderin wurde. Und das mit einigem Erfolg: Mein Gesellenstück gewann im Wettbewerb „die gute Form“ den Preis für das Land Hessen und belegte bundesweit den dritten Platz, was gemeinsam mit anderen Kriterien dazu beitrug, das ich Stipendiatin für die Begabtenförderung des Bundes wurde und mir so meinen Traum vom Meister finanzieren konnte.


Die Fortbildung zum Meister, war für mich fachlich sehr bereichernd und menschlich sehr herausfordernd. Zum einen weil ich während der zwei Jahre intensiven Lernens zusätzlich in Vollzeit gearbeitet habe. Zum anderen weil ich erkennen musste, das nicht jede Form der Maßschneiderei meinen Vorstellungen von sinnvoller Arbeit entspricht.

Ich habe im Bereich der Haute Couture gelernt und so faszinierend diese Handwerkskunst ist, so zeitintensiv ist sie auch. Trotz Mindestlohn, kommen dadurch Preise für ein Kleidungsstück zustande, die nur ein eingeschränkter Personenkreis zahlen kann und möchte. Ich aber will das sich meine Mode jeder leisten kann. Mein Fokus liegt auf der kreativen Umsetzung von individuellen Wünschen und ich habe Freude daran auch mal etwas Ausgefallenes auszuprobieren.

Die Lösung dieser Diskrepanz fand sich im Nähkästchen Heppenheim. Dort arbeitete ich vier Jahre lang im Verkauf, der Verwaltung und gab Nähkurse für Kinder und Erwachsene. Die Arbeit mit Hobbyschneidern lehrte mich viel. Vor allem, wie sich zeitintensive Handwerkskunst durch Einbeziehung rationeller Techniken aus der Industrie vereinfachen und Alltagstauglich machen lässt.

Als dann Corona kam und ich meine Arbeit verlor, war klar: Jetzt oder nie. Und hier ist es. Mein eigenes Gewerbe, mit dem ich meine Leidenschaft das Nähen mit der Freude verbinde handgemachte Unikate für jeden anzubieten.

Warum Runa Rotfuchs? Das hat gleich mehrere Gründe. Rotfuchs war mein Spitzname, als ich noch henna-rote Haare hatte. Gleichzeitig ist der Fuchs mein Lieblingstier. Runa wiederum ist ein Vorname mit schönem Klang, der mich an Skandinavien erinnert und vor allem mit R beginnt und so eine Alliteration mit Rotfuchs bildet.

Und wieso Freude handgemacht? Ganz einfach: Weil handgemachtes Freude macht! Und zwar gleich auf mehrere Arten:

Etwas handgemachtes geschenkt zu bekommen, war für mich schon als Kind das größte. Egal, ob meine Oma für mich strickte, meine Mutter für mich nähte oder mein Vater für mich schreinerte. Der Wert von liebevoller Handarbeit ist für mich kaum zu beschreiben.

Auch im Sinne der Nachhaltigkeit ist handgemachte Mode ein Grund zum Freuen. Nicht nur, wenn man sich die Bedingungen industrieller Fertigung ansieht. Sondern auch in Hinblick auf die Rohstoffe. Denn ist es nicht das sinnvollste überhaupt, genau das zu kaufen, was man wirklich haben möchte und es dann jahrelang zu tragen?

Last but not least: Die Freude, die es mir macht schöne Unikate mit den eigenen Händen zu schaffen. Nähen ist dabei natürlich ganz vorne mit dabei, zumal es mein Beruf ist... aber im Grunde handarbeite ich, seit ich denken kann. Spaßes halber habe ich für diese Seite eine Liste angefangen mit allen Handmade-Techniken, die ich schon ausprobiert habe... Allein sie würde diesen ohnehin sehr langen Text ins Unermessliche verlängern.

Und so ende ich an dieser Stelle und freue mich darauf meinerseits bald Sie kennen lernen zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam großartige Kleidung zu schaffen, die Ihnen und mir Freude bereitet.